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Hinführende Sozialarbeit zum Netzwerk und Beschäftigungsmaßnahmen
Zielgruppe:
Bewohner und Bewohnerinnen, die dem Diakonie-Treff über die Nachbarschaft
bekannt sind, die aber die Angebote im Ortsteil Fredenberg nicht nutzen.
Inhalt:
Nach einer telefonischen Anmeldung werden die Bewohnerinnen und Bewohner
zu Hause besucht und in einem vertrauensvollen Gespräch wird die Situation
des/der Betroffenen erfragt. Zunächst werden die Deutschkenntnisse erfragt,
danach die Frage der Orientierung in Deutschland; gibt es Schwierigkeiten
mit der Schule, den Kindern, der Arbeitslosigkeit. Welche Ausbildungen,
welche beruflichen Erfahrungen liegen vor, welche Fähigkeiten und Ressourcen
sind vorhanden, welche Arbeiten wurden in Deutschland bereits durchgeführt,
ist der Kontakt zur Arbeitsagentur vorhanden, sind Fortbildungen,
Qualifizierungen notwendig (Profiling)? Informationen über unterstützende
Angebote, z. B. Deutschkurse, Arbeitsagentur, weitere LOS-Angebote und
ehrenamtliches Engagement werden angeboten, um erste Schwellenängste zu
überwinden. Es müssen dabei besondere Schwierigkeiten geklärt werden, die
dazu führen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner in der häuslichen
Umgebung isolieren. Dabei werden die Ängste vor den "neuen" demokratischen
Strukturen, dem neuen Rollenverständnis, der freieren Kindererziehung, der
freundschaftlichen Beziehungen und dem Umgang mit Behörden besprochen.
Schülerinnen und Schüler werden dabei individuell angeleitet,
eigenverantwortlich den Übergang von der Schule in den Beruf zu finden
und die Berufswahl entsprechend der eigenen Selbsteinschätzung konkret
zu treffen und voranzutreiben.
Ziele:
- Ermittlung der besonderen Hilfebedarfe von Bewohnerinnnen und Bewohnern, die in der Nachbarschaft
auffällig geworden sind, durch aufsuchende Arbeit.
- Entgegenwirken der Vereinsamung und Isolierung in der häuslichen Umgebung.
- Menschen aus der häuslichen Umgebung zu entsprechenden Hilfeangeboten
begleiten und über das Netzwerk informieren.
Problemlage:
Im Ortsteil leben viele Migrantinnen und Migranten, die noch erhebliche
Sprachprobleme haben. Daraus ergeben sich viele Folgeprobleme einer misslungenen
Integration (Isolation, Arbeitslosigkeit, Schulden, Sucht, Erziehungsprobleme,
Eheprobleme). Es gibt viele Spätaussiedler mit einem abgeschlossenen Sprachkurs,
jedoch ohne Perspektive und ohne Nutzung der deutschen Sprachkenntnisse.
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