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Auf den Weg bringen - Coaching im Übergang von Schule in die Berufswelt
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Träger:
Pro Ausbildung, Schulung, Service GmbH
Am Alten Bahnhof 5, 38122 Braunschweig
Kontakt: Manfred Pohle
Telefon: 0531 - 804 860
Mail: info@pro-ass.de
Zeitraum:
15. August 2005 bis 30. Juni 2006
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Zielgruppe:
Schülerinnen und Schüler aus Hauptschule, Realschule und dem
Berufsvorbereitungsjahr an der BBS Fredenberg
Inhalt:
Für Schülerinnen und Schüler, die an einem Potential Assessment
teilgenommen hatten, wurde entsprechend der analysierten Fähigkeiten
und Neigungen ein individueller Handlungsplan für die Berufsorientierung
und Berufswahlentscheidung erstellt.
Ziele:
Schülerinnen und Schüler werden dabei individuell angeleitet,
eigenverantwortlich den Übergang von der Schule in den Beruf zu finden
und die Berufswahl entsprechend der eigenen Selbsteinschätzung konkret
zu treffen und voranzutreiben.
Problemlage:
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist nicht geschlechtsneutral,
sondern geprägt von der Orientierung an gesellschaftlichen Rollenbildern und
stereotypen Berufsvorstellungen. Jungen und Mädchen treffen ihre Berufswahl
überwiegend aus einem kleinen Spektrum geschlechtstypischer Berufe.
Statistiken belegen, dass mehr als die Hälfte der Jungen sich auf die
zwanzig am stärksten besetzten Ausbildungsberufe konzentriert.
An oberster Stelle steht dabei der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers,
gefolgt von Elektroniker, Sanitär- und Heizungstechniker, Maler und Lackierer,
Einzelhandelskaufmann, Koch, Metallbauer und Tischler.
Auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesem Kursus stellte
sich die Ausgangslage so dar. Die Jugendlichen hatten entweder eng
begrenzte Vorstellungen über die Wahl ihres Berufes oder waren überhaupt
nicht orientiert. Sie hatten kaum Orientierungspunkte, ihre Fähigkeiten
realistisch einzuschätzen.
Verlauf:
Jeder Schüler fand auf der Grundlage einer Stärkenanalyse den für ihn am besten geeigneten Weg ins Berufsleben. Dieses Wissen wiederum war Grundlage für einen individuellen Handlungsplan. Er gab den Schülerinnen und Schüler Anhaltspunkte, wie sie die von ihnen gewählten Ziele erfolgreich umsetzen können, um den gewünschten Ausbildungsplatz zu erhalten. Erfahrungen belegen, dass Zufriedenheit in Ausbildung und Beruf den Selbstwert befördert und handlungssicher macht. Deshalb wurde großer Wert darauf gelegt, dass die Schülerinnen und Schüler die Wahl des Ausbildungsberufes entsprechend ihrer Stärken und Neigungen trafen und sich der Perspektiven im weiteren Berufsleben bewusst wurden.
Dabei kam ihnen zugute, dass die Berater die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt professionell einschätzten und erklärten, wie man Probleme analysiert und Lösungsansätze findet. Mit Hilfe der Analyse lernten die Schülerinnen und Schüler, ihre Biografie neu zu betrachten und mehr auf ihre Stärken als auf die Schwächen zu achten, indem sie beispielsweise bei Bewerbungen analysierte Stärken als Bonus darstellten.
Beim Zusammenstellen der aktuellen Bewerbungsunterlagen erhielten die Jugendlichen Ratschläge, wie sie ihren lückenlosen Lebenslauf realistisch aber dennoch positiv darstellen konnten. Mit dem Wissen, wie Personalbearbeiter Bewerbungen bewerten, wurden in individuellen Beratungsgesprächen die Unterlagen entsprechend der Anforderungen gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler erhielten von den Ausbildern zusätzliche praktische Anregungen wie und wo sie auf Lehrstellensuche gehen konnten. Überdies wurden Übungen zum Bewerbungstraining auf Video aufgezeichnet und anschließend ausgewertet. Um Unsicherheiten beim ersten Gang zum Vorstellungsgespräch zu nehmen, wurden auch gängige Eignungstests geprobt.
Das durchgängige Konzept von Profiling über persönliche Beratung und Erarbeitung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen bis hin zu Bewerbungstraining und Vorstellung beim Praktikumbetrieb vermittelte den Jugendlichen ein ganzheitliches Bild von den Kriterien für die Berufswahl und die Vorgehensweise bei der Ausbildungsplatz- bzw. Arbeitssuche.
Ergebnisse:
Am Projekt beteiligten sich 16 Jugendliche aus der Hauptschule und 6 Jugendliche aus der Realschule. Ein Hauptschüler bewarb sich erfolgreich auf einen Ausbildungsplatz in seinem Wunschberuf. Alle anderen Hauptschülerinnen und Hauptschüler fassten den Entschluss, weiter zur Schule zu gehen, um mit höheren Schulabschlüssen ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern. Alle sechs Realschülerinnen und Realschüler werden nach Abschluss der Schule eine Ausbildung beginnen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen den Projektbetreuern und der Schulsozialarbeiterin an der Realschule sichert nachhaltig, dass mit dem Grundwissen aus dem Kursus zum Thema Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche auch weiterhin an der Schule gearbeitet werden kann.
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