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Der Ortsteil
Die Geschichte des Fredenbergs
ist jung, 40 Jahre alt und sie unterscheidet sich kaum von der Entwicklung in
Großwohnsiedlungen der 60er und 70er Jahre anderenorts.
- Fredenberg, der größte Ortsteil von Salzgitter-Lebenstedt,
ist in doppelter Hinsicht ein junger Ortsteil. 1965 gegründet,
ist er auch strukturell sehr jung (ca. 1/3 der Einwohnerinnen und Einwohner sind
unter 21 Jahre alt). Fast 8.000 Menschen leben im Sanierungsgebiet
Soziale Stadt Fredenberg, rund 10.000 Menschen im ganzen Ortsteil.
Auch der Anteil an Migrantinnen und Migranten sowie an Sozialhilfeempfängerinnen und -empfängern, speziell
die der unter 18-jährigen, liegt weit über dem Durchschnitt der
Gesamtstadt. Der Arbeitslosenanteil liegt ebenfalls deutlich über
dem Durchschnitt. Der Zuzug von Neubewohnerinnen und -bewohnern aus dem muslimischen
Kulturkreis nimmt seit einigen Jahren deutlich zu. Die
Wohnungsleerstände liegen bei ca. 20 Prozent.
- Anfang der 90er Jahre entstand in einer vorläufig letzten
Zuzugswelle direkt an der Peripherie des Alt-Fredenbergs mit
einer Ansiedlung von ca. 2.000 Menschen ein neuer Ortsteilbereich:
Neu-Fredenberg. Hier wohnen seitdem zu rund 80 Prozent
deutsch-stämmige Menschen aus den ehemaligen GUS Staaten.
Die Bewohnerinnen und Bewohner im Ortsteil gehören insgesamt 20 verschiedenen
Nationen an.
- Junge Migrantinnen und Migranten ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind
überrepräsentiert und haben nur geringe Chancen, auf dem ersten
Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Fredenberg wohnen überproportional
viele Alleinerziehende (Frauen im Sozialhilfebezug), der Anteil
kinderreicher Familien im Neu-Fredenberg sehr hoch.
- Der Fredenberg ist monostrukturiert allein auf die Funktion
Wohnen ausgerichtet. Der Ortsteil hat aus der sozialen Problematik,
die sich vor allem im Bereich der Jugendlichen und jungen
Erwachsenen manifestiert, ein negatives Image mit fehlenden
sozialen Bindungen und geringer Bewohneridentität.
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